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  • Heute jährt sich das Attentat auf Adolf Hitler zum 75. Mal.
    Gallionsfigur war Claus Schenk Graf von Stauffenberg, doch er handelte nicht allein.
    Er gehörte zu einem Netzwerk aus Widerstandsgruppen aller Richtungen.

    Und wenn man dem mißlungenen Attentat gedenkt, so darf man die vielen anderen Menschen nicht vergessen, die aktiv oder passiv dem Nazi-Regime die Stirn boten.

    Da waren zum Beispiel die Gruppen „Weiße Rose“, „Rote Kapelle“ und der „Kreisauer Kreis“.
    Doch da gab es noch viele andere.
    Wie Thomas Mann, der aus dem Exil über den Londoner Rundfunk den Kontakt zur deutschen Bevölkerung suchte.
    Andere schlossen sich beispielsweise der französischen Résistance an und kämpften mit der Waffe in der Hand gegen die deutsche Wehrmacht.
    Auch von der Kanzel gab es Widerstand, so von dem Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen oder vom Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg und dem Dahlemer Pfarrer Martin Niemöller.
    Dazu unzählige „namenlose“ Menschen und Gruppen.
    Viele von ihnen bezahlten ihren Widerstand mit dem Leben.

    Auch diesen Gruppen und Menschen sollte man Gedenken.

    Und es ist schon wieder soweit.
    Es ist schon wieder Widerstand vonnöten.
    Denn sie sind wieder da, ganz offen und nicht mehr im Untergrund.

    Ein interessanter Artikel von Anne-Beatrice Clasmann findet sich auf der Seite des Nachrichtenportals „Heute“.

    zdf.de/nachrichten/heute/stauf…vom-20-juli-1944-100.html



  • Heute, am 13.06.2019, wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden.

    Doch leider wurde das kluge Frankfurter Mädchen von den Nazis verfolgt, weil sie und ihre Familie dem jüdischen Glauben angehörten.
    Auch Anne wurde ein Opfer der Nazis.
    Sie starb im Februar 1945 zusammen mit ihrer Schwester Margot im KZ Bergen-Belsen an Fleckfieber.

    Doch im Gegensatz zu so vielen anderen namenlosen Opfern, hinterließ Anne ihre Geschichte.
    Und setzte damit ein Mahnmal gegen die Grausamkeiten, der sie und ihre Familie zum Opfer fielen.

    Jeder kennt das Tagebuch von Anne Frank.

    Sie schrieb aber noch viel mehr.

    Und Das_Odeon hat Gedanken zu Anne Frank geschrieben.




  • Kinderbücher sind die schwerste Literatur.
    Man muss Kinder ernst nehmen, will ihnen also auch das Große, Ernsthafte erzählen, aus dem die Welt besteht.
    Aber wie will man den Kindern begreiflich machen, was selbst wir als Erwachsene kaum begreifen können?
    Inzwischen gibt es zahllose Kinderbücher über den Schrecken und das Elend des Alltags der Zeit des zweiten Weltkriegs.
    Doch als Judith Kerr ihr Meisterwerk begann, musste ihr Verlag ihr sagen, dass es noch niemand gewagt hatte, über Hitler ein Kinderbuch zu schreiben.
    Es war ein Glück, dass ihr Verleger sie ermutigte. Denn das Ergebnis war ein beeindruckendes Zeugnis ihrer eigenen Kindheit: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erzählt ohne Nostalgie, ohne Hass, ohne zu erwachsen zu sein, wie es sich lebt unter Antisemitismus.
    Es wurde zu einer Standardschullektüre, man kann durchaus sagen: es wurde kanonisiert.
    Judith Kerr sollte für viele Kinder der erste Zugang sein, zu Antisemitismus, Leben im Exil, Kindheit auf der Flucht.
    Ihr Buch brachte sie nach Deutschland zurück. Jedoch ihre Heimat war dieses Land nicht mehr.
    In England schuf sie als Illustratorin und Autorin weitere Klassiker der Kinderliteratur, wie den Kater Mog oder den Tiger, der zum Tee kam.
    Auch die biografisch geprägte Geschichte „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erlebte zwei Fortsetzungen.
    Judith Kerr starb am 22. Mai 2019 im Alter von 95 Jahren.

    Autor des Artikels:
    Das_Odeon