Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky

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      Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky



      Ich habe es endlich geschafft und habe zusammen mit Artjom Alekseyevic Chyornyj und seiner Frau Anja die Moskauer Metro verlassen.
      Es hat ungewöhnlich lange gedauert bis ich endlich das Buch beendet hatte, es lag jedoch nicht am Buch, sondern an der Gesundheit, die das Lesen zeitweilig etwas schwierig gestaltete. Doch nun bin ich durch.

      In Metro 2035 begleiten wir wieder Artjom durch die Moskauer Metro. Wir treffen viele alte Bekannte wieder und lernen neue kennen.
      Artjom durchlebt hier die schwerste Zeit. Mehrfach überlebt er nur knapp.
      Der junge Russe verfolgt einen Traum und deckt dabei erschreckende Geheimnisse auf.

      Dmitry Glukhovsky analysiert auch in diesem Band schonungslos die menschliche Gesellschaft. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann nicht umhin seiner Analyse zuzustimmen.

      Wie die ersten Bände ist auch dieses Buch spannend geschrieben, voller überraschender Wendungen und Ereignissen.
      Das Ende dagegen ist offen und wie es weitergeht ist der eigenen Phantasie überlassen.

      Mehr ist eigentlich kaum zu schreiben, ohne zu spoilern.
      Metro 2035 ist genauso empfehlenswert, wie die ersten beiden Teile.
      Was man jedoch wissen sollte, man darf keinen einfachen Roman erwarten. Ablauf und Handlungen sind weit schwieriger zu verstehen, als es bei Metro 2033 der Fall war.
      Die Geschichte läuft nicht mehr ganz so linear ab, Artjom ist zwar immer noch die Hauptfigur, zieht aber nicht die Fäden, sondern ist eher Spielball anderer Akteure.

      ::lw::


      Bleibt noch zu sagen, daß Dmitry Glukhovsky nicht einfach nur drei Bücher geschrieben hat, die in der postnuklearen Moskauer Metro spielen.
      Nein, er hat damit ein ganzes Universum geschaffen.
      Viele andere Autoren haben den Faden aufgenommen und weitergesponnen.
      Mehr als 25 weitere Autoren sind auf diesen Zug aufgesprungen und haben eigene Sequels zu diesem Thema veröffentlicht. Die Mehrzahl der Autoren stammt aus dem russischen Sprachraum, aber auch ein Italiener und ein Engländer gehören zu den Autoren, die etwas zum Metro 2033 Universum beitrugen.
      Den Grundstein dazu legte Dmitry Glukhovsky selbst, indem er andere Autoren einlud, Geschichten basierend auf seinem Roman zu entwickeln.

      Darüber hinaus gibt es noch eine Computerspielreihe, die nicht nur auf der Metro-Buchreihe basiert, sondern an denen Dmitry Glukhovsky selbst mitgearbeitet hat.
      Prinzipiell handelt es sich um eine Ego-Shooterreihe, aber sie erzählt die Geschichte aus den Metro-Romanen. Romanfiguren tauchen auch in den Spielen auf, allerdings leicht verändert. Das letzte Spiel der Reihe, mit dem Namen „Metro Exodus“, macht prinzipiell dort weiter, wo der Roman Metro 2035 aufhört.
      Wer sich generell für Shooterspiele interessiert, dem kann ich auch diese Spielreihe nur empfehlen.